Die Ergebnisse der neunten Welle untermauern einmal mehr, dass Sportvereine in Deutschland nicht nur zentrale Institutionen für Sport und Bewegung sind, sondern auch eine wesentliche gesellschaftliche Funktion als Orte sozialer Interaktion und gemeinschaftlichen Zusammenhalts darstellen. In den letzten Jahren ist ein verstärktes Selbstverständnis der Vereine als Solidargemeinschaften zu beobachten und die Vereine legen verstärkt Wert auf ein Gemeinschaftsgefühl. Blickt man auf die Ressourcensituation der Vereine, so zeigt sich, dass das ehrenamtliche Engagement die zentrale Herausforderung bleibt. Die Bindung und Gewinnung von ehrenamtlichen FunktionsträgerInnen stellen 17,5 % der Vereine vor existenzielle Herausforderungen. Besonders problematisch ist der Rückgang junger Engagierter. Zwar bleiben die Zahlen der Übungsleiterinnen und Übungsleiter sowie der Trainerinnen und Trainer stabil, dies geschieht jedoch vor dem Hintergrund steigender Mitgliederzahlen, wodurch sich die Belastung für das vorhandene Personal erhöhen dürfte. Gleichzeitig sind Positionen für ehrenamtliche Weiterbildung und Angebotsentwicklung rückläufig, ebenso wie bezahlte Führungspositionen. Hinzu kommen wachsende Schwierigkeiten durch mangelnde Unterstützung seitens der Politik und Verwaltung sowie durch den Zustand der genutzten Sportstätten...

