Die Studie untersucht, welche indirekten regionalwirtschaftlichen Effekte kommunale Smart-City-Maßnahmen im Rahmen der Modellprojekte Smart Cities (MPSC) entfalten und wie diese Wirkungen gegenüber Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Stadtgesellschaft nachvollziehbar begründet werden können. Im Fokus stehen Effekte, die nicht unmittelbar aus Investitionen oder dem Betrieb technischer Systeme entstehen, sondern mittelbar über veränderte Standortfaktoren: etwa Standortattraktivität, Standortimage, Innovationsfähigkeit, digitale Infrastruktur, Kooperationsnetzwerke, Fachkräftesicherung und Ressourceneffizienz. Auf Basis einer Literatur- und Dokumentenanalyse sowie leitfadengestützter Interviews werden fünf MPSC-Fallstudien vertieft betrachtet – vom Gründer- und Innovationszentrum über Datenplattformen und Beteiligungsansätze bis hin zu MINT-Nachwuchsförderung und smarter Infrastruktur. Die Studie zeigt, dass indirekte regionalwirtschaftliche Effekte häufig nur begrenzt messbar sind, für Akzeptanz, Priorisierung und Verstetigung von Smart-City-Projekten jedoch eine zentrale Rolle spielen. Sie bündelt typische Narrative, Wirkpfade und Argumentationsmuster und stellt Kommunen eine praxisorientierte Arbeitshilfe mit Checkliste, Formulierungsbausteinen und Reflexionsfragen bereit. Damit unterstützt die Publikation kommunale Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger dabei, digitale Stadtentwicklung als Instrument aktiver Regional- und Standortentwicklung einzuordnen.

