Titelaufnahme

Titel
COP 23: Fidschi zu Gast in Bonn : Analyse der Ergebnisse des Klimagipfels 2017 : Hintergrundpapier / Christoph Bals, Rixa Schwarz, Lutz Weischer, Roxana Baldrich, David Eckstein, Caterina Freytag, Julia Grimm, Vera Künzel, Marine Pouget, Laura Schäfer und Manfred Treber ; Germanwatch
VerfasserBals, Christoph In der Gemeinsamen Normdatei der DNB nachschlagen ; Schwarz, Rixa In der Gemeinsamen Normdatei der DNB nachschlagen ; Weischer, Lutz In der Gemeinsamen Normdatei der DNB nachschlagen ; Baldrich, Roxana ; Eckstein, David In der Gemeinsamen Normdatei der DNB nachschlagen ; Freytag, Caterina
KörperschaftGermanwatch <Körperschaft> In der Gemeinsamen Normdatei der DNB nachschlagen
ErschienenBonn ; Berlin : Germanwatch, Dezember 2017
Ausgabe
Elektronische Ressource
Umfang1 Online-Ressource (27 Seiten)
SeriePolitik & Gesellschaft
ISBN978-3-943704-61-7
URNurn:nbn:de:hbz:5:2-145969 Persistent Identifier (URN)
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COP 23: Fidschi zu Gast in Bonn [0.24 mb]
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Zusammenfassung

Die Weltklimakonferenz COP 23 tagte vom 6. bis in die frühen Morgenstunden des 18. November 2017 in Bonn unter der Präsidentschaft von Fidschi. Der vielleicht größte Erfolg der COP 23 ist der sogenannte Talanoa-Dialog 2018, der die erste Nachbesserungsrunde der nationalen Klimapläne bis 2020 festlegt. Die Erwartung ist nun, dass sich die großen Emittenten nächstes Jahr im Dezember dazu bekennen, ihre Ziele für die eigene Emissionsminderung und für die Unterstützung ärmerer Länder für 2030 zu erhöhen. Im Zentrum der Verhandlungen stand die Ausgestaltung der Umsetzungsregeln des Paris-Abkommens. Hier erreichte die COP 23 nur die allernötigsten Fortschritte. Viele Schlüsselfragen bleiben für den Beschluss der Umsetzungsregeln auf der COP 24 im polnischen Katowice im Dezember 2018 noch offen. Deutschland geriet durch die COP 23 im eigenen Land nicht nur durch die sehr legitimen Forderungen der Entwicklungsländer zu den Verpflichtungen der Industriestaaten für die Zeit vor 2020 und Klarheit über zukünftig an sie zu zahlende Klimafinanzierung unter Druck. Die 20 Mitgliedsländer der Anti-Kohle-Allianz (Powering Past Coal) etwa verpflichten sich, in den nächsten Jahren oder spätestens 2030 vollständig aus der Kohleverstromung auszusteigen. In dieser von Großbritannien, Kanada und den Marschall-Inseln initiierten Allianz fehlt Deutschlands Mitgliedschaft. 2018 braucht entschlossene Entscheidungen zum Kohleausstieg, zur Finanzierung Erneuerbarer statt fossiler Energien, zu Anpassungsmaßnahmen und dem Schutz der bereits vom Klimawandel Betroffenen. Ein neues System geteilten Leaderships in der internationalen Klimapolitik muss sich 2018 weiter entwickeln und bewähren. Deutschland kann und sollte dabei eine Rolle spielen - aber das erfordert endlich die ernsthafte Umsetzung eingegangener internationaler Verpflichtungen im eigenen Land.